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RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB - Aktuelle Nachrichten
14.10.2019 | RLT

Steuerfreiheit von Jobtickets und Fahrtkostenzuschüsse

Seit dem 01.01.2019 können Arbeitgeberleistungen für Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr und für bestimmte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienfernverkehr unter die Steuerbefreiung des § 3 Nr. 15 EStG fallen. Das Bundesfinanzministerium hat hierzu mit Schreiben vom 15.08.2019 zur Klärung verschiedener offener Einzelfragen ausführlich Stellung genommen.

Begünstigt sind Arbeitgeberleistungen in Form von unentgeltlichen oder verbilligt überlassenen Fahrberechtigungen (Sachbezüge) sowie Zuschüsse (Barlohn) zu den von den Arbeitnehmern selbst erworbenen Fahrberechtigungen. Die Steuerbefreiung gilt somit nur für Arbeitgeberleistungen, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Bloße Gehaltsumwandlungen sind demnach nicht begünstigt.

Folgende Fahrberechtigungen fallen unter die Steuerbefreiung des § 3 Nr. 15 EStG:

Ø  Einzel- und Mehrfahrtenfahrscheine

Ø  Monats- und Jahrestickets, sog. Jobtickets

Ø  Ermäßigungskarten, wie z.B. „Bahncard 25“

Umfasst die Fahrberechtigung auch die Mitnahme von anderen Personen oder können die Tickets übertragen werden, schließt dies eine Steuerbefreiung nicht von vorhinein aus.

Beim Umfang der Steuerbefreiung ist zwischen den Fahrten des Arbeitnehmers im Personennahverkehr und Personenfernverkehr zu differenzieren.

Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist unabhängig von der Art der Fahrten - also auch bei Privatfahrten des Arbeitnehmers - nach § 3 Nr. 15 EStG begünstigt. Damit ist anders als im Personenfernverkehr bei Fahrberechtigungen, die ausschließlich eine Nutzung des Personennahverkehrs ermöglichen, keine weitere Prüfung zur Art oder dem Umfang der beruflichen und privaten Nutzung vorzunehmen.

Arbeitgeberleistungen, die zur Nutzung des Personenfernverkehrs berechtigen, sind nur steuerfrei, soweit sie auf Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie zu einem Sammelpunkt oder einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet entfallen; Privatfahrten des Arbeitnehmers im Personenfernverkehr sind hingegen steuerlich nicht begünstigt.

Bei den Arbeitnehmern mindern die steuerfreien Arbeitgeberleistungen die in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten abziehbare Entfernungspauschale für die Wege zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte.(YHE)

 

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